Tag Archiv für 'Fotografie'

St. Pauli

Heiligengeistfeld 1

Karre

38

Grüner Jäger

Einkaufswagen

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Fotoautomat

Ich habe mir den Hals gewaschen. Das Foto kam mit diesen Flecken aus dem Automaten.

Manche Menschen gehen nicht gern allein in Cafés, Kinos oder auf Konzerte. Ich schon. Indes gehe ich nur ungern allein in Fotoautomaten.

Sonntagsspaziergang

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d

Phallussymbol oder einfach nur ein “d”? Was sich der Architekt bei der Planung dieses Schornsteins gedacht hat, werden wir wohl nie erfahren. Und eigentlich ist es auch egal.

Bauwagen

25 km/h, außen ein Ofenrohr mit Abdeckklappe und oben ein Runddach. Dient als Umkleidekabine, Aufenthalts- und Sozialraum oder Werkzeuglager. Oft gar nicht mal so grau. Meistens stehend inmitten von Staub, Lärm und Verkehrsbehinderungen (und nicht anders könnend); seltener: alternatives Wohnkonzept.

Ich weiß nicht warum, aber ich mag Bauwagen. Meine Sammlung findet sich hier.

Massoud Godemann Trio

Montagabend in der Kantine des Deutschen Schauspielhauses. Zwar riecht es nach Bratfett, doch ist es die Musik, die Luft zum Kochen bringt. Gitarre, Kontrabass, Schlagwerk — jahrelang aufeinander eingestimmt: Dialoge, Trialoge. Jedes Mal neu, jedes Mal ein Erlebnis.

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Der Link zur Musik: massoudgodemann.de
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Wedding

Ein Schlauch, ein Kleinkraftrad, ein Hinterhof, zwei Bauwagen — Wedding. “Der Wedding”, wie der Berliner zu sagen pflegt. Ein Ortsteil im Bezirk Mitte von Berlin; zentral gelegen und dennoch unspektakulär.

Meine Wedding Nights: schlaflos, aber trotzdem einsam.

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Thomas Demand — Nationalgalerie

Der Katalog zur Ausstellung

Der Katalog zur Ausstellung

Potsdamer Straße 50, Berlin. Es regnet. Neue Nationalgalerie, erbaut nach den Plänen von Ludwig Mies van der Rohe. Strenge Architektur: Stahl und Glas. In der oberen Etage Fotografien von Thomas Demand.

Etwa vierzig überwiegend großformatige Arbeiten. Keine normalen Fotografien, sondern Abbildungen von Modellen im Maßstab 1 zu 1. Nachgebaut aus Pappe, zusammengehalten von UHU Alleskleber, fotografiert, danach unwiderbringlich zerstört. Der Titel der Ausstellung: Nationalgalerie — genau wie das Gebäude. Alles Größenwahn? Irgendwie schon. Alles großartig? Ganz bestimmt.

Die Motive: Stationen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Kulisse von Robert Lembkes Rateschaustutio, Uwe Barschels Badewanne, die gestürmte Stasi-Zentrale u. a. Jedem Bild vorangestellt: Ein Text von Botho Strauß. Diese manchmal irreführend, allesamt lesens- und nachdenkenswert.

Die Atmosphäre: kühl. Die Museumsaufsicht: streng und unfreundlich; möglicherweise rekrutiert aus den Reihen ehemaliger Mauerschützen. Der Katalog: 35,— Euro, kaufen. Ausstellung bis zum 17. Januar 2010: unbedingt hingehen.

Beetle Content

Er läuft und läuft und läuft …

Heimatalbum

Früher hatten meine Großeltern einen Schrebergarten. Um den etwa 500 Meter weiten Fußmarsch dorthin zu überstehen, hat mir meine Oma als Proviant sogenannte Hasenbrote mit Nutella in eine Umhängetasche aus Jeansstoff gepackt. Der Garten diente weniger dem Vergnügen als dem Anbau von Obst und Gemüse; es handelte sich sozusagen um den Inbegriff eines Pachtverhältnisses (Überlassung eines Grundstückes gegen Zahlung eines Pachtzinses zum “Fruchterwerb”, wie es im Juristendeutsch wunderbar heißt). In einem kleinen Buch wurde genau verzeichnet, was an welcher Stelle angebaut wurde: Bohnen, Kartoffeln, Erdbeeren und vieles andere mehr. In der Mitte des Gartens befand sich eine kleine grüne Laube, in deren Boden eine Luke eingefasst war. Für mich stand dort stets eine Zitronenlimonade bereit, für meinen Opa eine Flasche Schnaps, als Belohnung für die harte Arbeit. Direkt nebenan weideten Pferde auf einer Wiese, die mit einem Zaun gesichert war, durch den ein schwacher elektrischer Strom floss. Der Pferdebesitzer war ein unfreundlicher dicker Mann.

Heute befindet sich ein Neubaugebiet an der Stelle, an der meine Großeltern früher einen Schrebergarten hatten.

Berlin: Eine Woche im September 2009

Bonn

Schon damals, in Bonn, war nichts mehr so, wie es erschien.

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Weitere Impressionen aus Bonn.